| Hitzeschlacht am Nürburgring – die Zweite |
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| Mittwoch, den 14. Juli 2010 |
Die Mechaniker von Mathol Racing sind wirklich nicht zu beneiden. Nur eine Woche nach dem sehr heißen Rennen in der VLN, folgte die nächste Hitzeschlacht an gleicher Stelle. Denn Petrus wollte wohl auch die Piloten der Rundstrecken-Challenge (RCN) in den Genuss der glühenden Hölle kommen lassen und schickte erneut über 30 Grad und ununterbrochenen Sonnenschein in die Eifel.
Entsprechend heiß wurde es auch in den Cockpits der fünf Mathol-Autos. Tanja Nilsson, die im Clio RS als Solistin unterwegs war meinte zur Halbzeit: „Es ist im Auto so heiß, dass du denkst, dir brennen die Knie." Die Mannschaft war auf die Situation bestens vorbereitet und so wurden alle Fahrer während des Tankstopps mit kalten Getränken, Eisakkus und kühlenden Duschen versorgt. „Mann muss wirklich vorsichtig sein. Während des Rennens werden die Piloten durchs Adrenalin gepuscht, wenn sie dann aussteigen, kann der Kreislauf schon mal wegsacken", Teamchef Matthias Holle musste sich diesbezüglich bei seinen Fahrern aber keine Sorgen machen. Bester und schnellster Mathol-Racing-Fahrer war an diesem Wochenende Scott Preacher im Aston Martin Vantage V8 GT4. Auch er zog es vor trotz der hohen Temperaturen alleine zu fahren und schaffte Gesamtrang sieben. In der Klasse RS10 bedeutete das für Ihn ganz knapp Platz zwei hinter einem Porsche. Ebenfalls alleine in einem Mathol-Aston kämpfte sich Sascha Berstein durch die Grüne Hölle. „Die Temperatur muss ihm soviel Spaß gemacht haben, dass er gleich 17 statt 15 Runden gefahren ist", meinte Matthias Holle mit einem Augenzwinkern. Der Fauxpas brachte Berstein die Disqualifikation, obwohl er mit dieser Leistung einen Sonderpreis fürs Stehvermögen verdient gehabt hätte. Auch solo unterwag war, wie bereits erwähnt, Tanja Nilsson im Clio RS. Der engagierten Rennfahrerin merkte man an, dass sie die Hitze nicht liebt. Das Cup-Auto bot auch nicht die Möglichkeit zusätzliche Frischluft in den Innenraum zu leiten, weshalb sich der Wagen noch stärker aufheizte, als beispielsweise die Aston Martins. Bereits zur Pause überlegte die Mannschaft Tanja aus dem Rennen zu nehmen, doch nach einer längeren Pause im Schatten mit viel Kühlung nahm die Piloten auch den zweiten Teil in Angriff und belegte am Ende Rang 7 in der Klasse RS3. Direkt vor ihr in dieser Klasse erreichten Steven Evans und Dale Lomas das Ziel. Natürlich hatten auch die beiden Briten mit den Umständen zu kämpfen. Doch sie meisterten die heiße Aufgabe mit Bravour. Beide sind aktuell auf dem Weg die internationale C-Lizenz zu erreichen. Mit dem Ergebnis sind sie auf dem besten Weg dorthin. Denn sie benötigen dafür fünf Zielankünfte im vorderen Bereich ihrer Klasse. Rang neun in der Klasse RS3 wurde ebenfalls von Mathol Racing belegt. Am Steuer: Wolfgang Prämaßing und Yvonne Bäumchen. Für letztere war es das erste RCN-Rennen überhaupt, während Prämaßing bereits zu den alten Hasen gehört. Doch neu in der RCN muss ja nicht gleichzeitig auch langsam bedeuten. Bäumchen bewies, dass sie zu den schnellen Damen im Motorsport gehört. Nebenbei ist sie wohl auch eine der härtesten. Denn bevor sie an diesem heißen Tag in den Civic von Mathol Racing kletterte, absolvierte sie mal so nebenbei ein Rennen in der GLP. Damit holte sie problemlos den Titel „Meiste Runden des Tages", und das bei diesem Wetter – Respekt.
Hinweis: Der Text ist eine Mitteilung von „MATHOL RACING GmbH". Der Inhalt spiegelt nicht die Meinung der Veranstaltergemeinschaft Rundstrecken-Challenge Nürburgring e. V. wieder. |