Nach mehr als einem Monat Pause fand bei idealen Wetterbedingungen der 3. Lauf der RCN statt. Sabine Podzus und Katja Thomas freuten sich auf ihren 3. Einsatz auf dem Kratz Speed Sport 318is in der Klasse V2. Da dass neue angekündigte Fahrzeug von Brandl Engineering noch nicht einsatzbereit ist und der DEPOTPACK 130i nun wieder von seinem Besitzer Klaus Landgraf und Debütant Sven Glatzel gesteuert wurde, ging Rudi Brandl nicht an den Start und Torsten Kratz suchte nach einer Lösung für einen erfolgreichen Einsatz.
Startnummer 70 - Slow Mover Racing Opel Corsa Sport V2 Am Tag des ersten Nennschlußes, entschied Torsten Kratz zusammen mit Jürgen Glath (Grafschaft) , den Opel Corsa Sport des Slow Mover Racing Teams für die V2 Klasse zu reaktivieren. Seit Ende 2008 stand der schwarze Corsa ungenutzt und unbeachtet in einer kleinen feuchten Garage. Ohne Sitz, mit abgelaufenem Feuerlöscher, verstaubt wie ein Oldtimer und mit rostigen Bremsscheiben fristete er in den letzten 1,5 Jahren sein trauriges Dasein und träumte wahrscheinlich mit Tränen in den Scheinwerfern von seinen erfolgreichen Einsätzen gegen die Bonks, Derscheids und Schmicklers im Langstreckenpokal.
Es war an der Zeit und nun kam auch die Gelegenheit den Kleinen schwarzen aus seiner Depression zu holen. Mit geteilten Kräften wurde der rüsselsheimer Zwerg wieder zum Leben erweckt. Sitz einbauen, Feuerlöscher abnehmen lassen, waschen und die alten Slicks von 2008 drauf geschraubt. Fertig - das muß reichen! Gott sei Dank war kein Regen angesagt, denn die Regenreifen wären noch älrer gewesen. Mit denen hatte Kaiser Nero wohl schon die Christen verfolgt. Leider war es nicht mehr möglich, das Torsten Kratz den Corsa vorher testen konnte. Und der letzte Fronttriebler den er im Rennen bewegt hat, war der Renault Clio Cup von Flat-Out Racing beim Langstreckenpokal 2008. Den Corsa kannte er bis dato nur als Konkurrenz in der Klasse V2, als er noch den Kratz Speed Sport 318is selbst bewegte. Jürgen Glath hatte aufgrund eines neuen Projektes seit 2008 kein Rennen mehr bestritten. Man konnte also gespannt sein, wie diese Schnapsidee mit dem einzigen Opel gegen 8 BMW´s in der Klasse V2 enden wird. Jürgen Glath fuhr den Startturn und den absolut souverän. Sofort setzte er sich mit Rundenzeiten knapp unter 9 Minuten an die Spitze der Klasse V2. Man könnte glauben, nicht nur der Pilot sondern auch der kleine schwarze Riese mit dem Blitz auf der Kühlerhaube war froh wieder da zu sein wo er hingehört - auf die Nürburgring Nordschleife. Nach der 8. Runde kam das reaktivierte Päärchen mit leuchtenden Augen und Scheinwerfern zum Tanken und Fahrerwechsel an die Box. Nun war Torsten Kratz gefragt, sich innerhalb von 2 Runden an den frontgetriebenen Einkaufsflitzer zu gewöhnen, um in den folgenden Sprintrunden den 2. platzierten Gebrüdern Bonk paroli bieten zu können. Bereits in der ersten Sprintrunde des Porsche Instrukteurs stoppte die Uhr schon bei 8:54 Minuten. Kratz steigerte sich dann noch auf 8:53 Minuten. Das reichte für den Klassensieg in der V2. Für Torsten Kratz war es der 25. Klassensieg in der RCN und der erste auf einem Frontgetriebenen Fahrzeug. Für Jürgen Glath war es der erste Klassensieg in der RCN. Die Freude war riesig bei allen Beteiligten. Vor allem auch beim kleinen schwarzen Opel Corsa Sport, der nun wieder einen Sinn sieht, geduldig - auf seinen schmalen Rädern stehend - auf den nächsten Einsatz zu warten, auch wenn es einsam in einer kleinen, kalten und feuchten Garage ist. Die warmen Erinnerungen über seinen heißen Ritt im Juni 2010 mit dem Sieg über 8 böse BMWs wird ihm über die Zeit helfen......
Startnummer 71 - Depotpack BMW 318is von Kratz Speed Sport - V2 Das Damenteam aus dem Rheinland freute sich, den Kratz Speed Sport BMW wieder bei trockenen Bedingungen bewegen zu dürfen. Ziel war es an die Zeiten aus dem ersten Lauf anzuknüpfen und diese möglichst zu verbessern. Sabnine Podzus fuhr diesmal den Startturn und haderte in den Sprintrunden etwas mit dem pulkartigen Verkehr. "Ich habe einfach nicht in meinen Rhytmus gefunden." meinte die Debütantin aus Alfter enttäuscht nach Ihrem Turn. Für den zweiten Turn übernahm Katja Thomas das Lenkrad . Beginnend mit einer Zeit von 9:47 Minuten steigerte sich die Hürtherin in ihrem 3. Autorennen kontinuierlich auf ihre persönliche Bestzeit von 9:23 Minuten. Leider fingen sich beide Pilotinnen in ihren Sollzeiten Strafpunkte ein. Dadurch ging ein möglicher 6. Platz als bestes Ergebnis in ihrer Premierensaison verloren und man musste sich mit dem 8. Platz zufrieden geben. Sabine Podzus hatte bei den trockenen Bedingungen im ersten Lauf bereits gezeigt, dass sie in der Lage ist eine Zeit von 9:26 Minuten zu fahren. Nun hat auch Katja Thomas bewiesen, dass sie auf das gleiche Level gesteigert hat. Wenn nun beide diese Leistung gleichzeitig in einem Lauf abrufen können, wird es langsam interessant.
Hinweis: Der Text ist eine Mitteilung von „Kratz Speed Sport". Der Inhalt spiegelt nicht die Meinung der Veranstaltergemeinschaft Rundstrecken-Challenge Nürburgring e. V. wieder. |