Die wechselhaften Witterungsbedingungen beherrschten die vierte Veranstaltung der Rundstrecken-Challenge Nürburgring 2026 (RCN), die Leistungsprüfung „Nordeifelpokal“. Rund 140 Starter gingen auf die nasse Strecke, nachdem es am Morgen noch lange und heftigst geregnet hatte. Anschließend trocknete es ab, bevor erneut Regen einsetzte. Gegen Ende der Prüfung verbesserten sich die Bedingungen dann rasant und bei der Siegerehrung zum Abschluss schien die Sonne über der Eifel.





RCN Serienmanager Willi Hillebrand: „In dieser Saison klappt das mit dem Wetter bei unseren Veranstaltungen noch nicht so richtig. Aber es hätte sicherlich noch viel schlechter kommen können. Die Teilnehmer haben die schwierigen Bedingungen aber gut bewältigt.“
Jens Schneider/Robin Reimer (Engelsbrand/Schömberg) gewannen mit ihrem BMW 325i zum dritten Mal in dieser Saison die Klasse R4. Dadurch verteidigte das Duo die Führung in der RCN-Meisterschaftstabelle. Allerdings hing der Erfolg diesmal am seidenen Faden. Im Ziel betrug der Vorsprung auf den zweitplatzierten Jens Buchwald (Wenden, BMW 325i) nur drei Sekunden. Die glücklichen Sieger im Ziel: „Damit haben wir im Verlauf der Veranstaltung nicht gerechnet. Zu Beginn haben die Regenreifen nicht so gut funktioniert. Am Ende lief es dann umso besser. Die Strecke wurde in den letzten Runden immer trockener.“ Die ersten Verfolger heißen Sven Markert/Lars Harbeck (beide Berlin, BMW 320i), die zum dritten Mal die Klasse H3 gewannen und so mit einem geringen Rückstand auf Tabellenrang zwei folgen. Aktuell belegt Christian Koch (Wickede, BMW 325i) aus der Klasse H4 Platz drei im RCN-Meisterschaftsranking.
Den Gesamtsieg holte sich an diesem Tag David Vogt (Waldfeucht, Opel Astra TCR). Für Vogt war es der langersehnte erste RCN-Erfolg: „Die Bedingungen waren nicht leicht. Bei den wechselnden Verhältnissen war es eine Herausforderung, immer das Limit zu finden. Wichtig war es, keine Fehler zu machen.“ Horst Baumann (Bonn, Porsche Cayman GT4 CS) fuhr mit fünf Sekunden Rückstand über die Ziellinie. „Zum Schluss wurde es noch einmal richtig eng. Die Streckenverhältnisse waren schon kompliziert, aber noch zu meistern. Zufrieden bin ich auf jeden Fall.“
Der dritte Gesamtrang von den R4-Siegern Jens Schneider/Robin Reimer war schon fast eine Sensation. Aber das Duo im seriennahen BMW nutzte den Vorteil, in der zweiten Startgruppe auf die Strecke gegangen zu sein. Als der Sieger bereits im Ziel war, verbesserten sich die Streckenbedingungen dramatisch. Schneider/Reimer fuhren in den letzten Runden auf fast trockner Piste glänzenden Rundenzeiten und verbesserten sich im Gesamtklassement deutlich. Von diesen Verhältnissen profitierte auch der viertplatzierte Jan Buchwald, der den Erfolg in der Klasse R4 nur knapp verpasste. „Ich bin nicht enttäuscht. Beim nächsten Lauf wird es noch besser, dann schlage ich die Konkurrenten und hole mir den ersten Saisonsieg.“
Die Gewinner der Klasse R2A, zum zweiten Mal in dieser Saison, Gerrit Holthaus/Andreas Thul (Lüdenscheid/Hillesheim, Hyundai i30), landeten auf Gesamtrang 5. Dahinter fuhr Andreas Schwarz (Obernburg, Seat Leon Cupra TCR) auf Platz 6. „Nach den Problemen bei der letzten Veranstaltung lief es diesmal wieder deutlich besser, ein zufriedenstellendes Resultat.“
Ivars Vallers (Frankfurt, Audi RS3 TCR) konnte sich mit Rang 7 einen Platz in den Top10 sichern. Die H3-Sieger Sven Markert/Lars Harbeck freuten sich über Platz 8 im Gesamtklassement. „Im Regen lief es nicht ganz so gut, aber anschließend sind wir immer schneller geworden. Das Auto läuft wieder optimal und der Spaß kommt wieder zurück.“ Wie gewohnt kam Alain Dutronc (Schweiz, Porsche Cayman GT4 CS) ohne Probleme über die Distanz und schaffte mit Gesamtrang 9 und Sieg in der RS7 wieder ein gutes Resultat. Den letzten Platz in den Top10 belegten Duke Melchior/Stephan Epp (beide Wuppertal, BMW Mini), die am Ende in der RS2A vorne lagen.
Einige Debütanten starteten zum ersten Mal in der RCN. Beispielhaft seien genannt Moritz Terhar (Hallstadt, BMW 318ti), die Schweizer Brüder Benjamin und Niclas Wirtz (BMW 240i Racing Cup) sowie Carolina Hrubesch Porsche Cayman GT4CS). Unisono ihr Kommentar: „Es hat Spaß gemacht, wir kommen wieder.“
RCN Light: Christopher Schwietzke baute Tabellenführung aus
Durch den ersten Erfolg in der Klasse 30 behielt Christopher Schwietzke (Nottuln, BMW 325i) die Tabellenführung bei den RCN Light. „Es war viel Wasser auf der Strecke, aber ich habe dadurch viel gelernt. Es kann so weitergehen.“ Andrea Heim (Gronau, Renault Clio) behielt nach ihrem zweiten Platz in der Klasse 29 Rang zwei in der Tabelle. Tagesschnellster war Michael Vogeltanz (Weinstadt, Renault Clio), der die Klasse 29 gewann. „Es war kein Spaß bei den Bedingungen, aber mit dem ersten Saisonerfolg bin ich sehr zufrieden.“
























