Nach einer sechswöchigen Pause startete die fünfte Veranstaltung der Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) 2026 bei schönstem Sommerwetter auf der Traditionsrennstrecke in der Eifel. Knapp 160 Teams nahmen die Leistungsprüfung „Um die Westfalen-Trophy“ in Angriff.
RCN Serienmanager Willi Hillebrand: „Im fünften Versuch hat es mit dem Wetter endlich gepasst. Wir hatten stabile Verhältnisse und einen spannenden Wettkampf. Nur eine etwas längere Code-60-Phase hat Unruhe in die Veranstaltung gebracht.“
Jens Schneider/Robin Reimer (Engelsbrand/Schömberg) sind weiterhin die RCN-Tabellenführer 2026. Nach dem vierten Klassensieg in der R4 verteidigten sie ihre Führungsposition und besitzen schon einen kleinen Vorsprung auf die Konkurrenz. „So könnte es weitergehen. Auch im Verkehr konnten wir unser Tempo fahren. Das Thema RCN-Titel können wir jetzt nicht mehr ignorieren.“ Sven Markert/Lars Harbeck (beide Berlin, BMW 320i) folgen als erste Verfolger dichtauf. Das Vater-Sohn-Duo war nach dem vierten Erfolg in der Klasse H3 recht zufrieden. „Das Auto war gut und wir hatten jede Menge Spaß. Mal sehen, was in dieser Saison noch geht.“
Den dritten Platz hielt Christian Koch (Wickede, BMW 325i) aus der Klasse H4. Ein Angriff auf die Gesamtführenden schlug diesmal noch fehl. In der Klasse R4, mit 22 Startern die größte im Feld, versuchten zwei Fahrer Boden auf Schneider/Reimer gutzumachen. Jan Buchwald (Wenden, BMW 325i), der beim letzten Lauf nur um drei Sekunden geschlagen wurde, musste mit einer defekten Wasserpumpe passen. Sachs Steinhardt (Hilden, BMW 325i) wechselte von der Klasse RS4 zu den seriennahen Fahrzeugen. Doch Steinhardt verlor auf der Bestätigungsrunde durch eine Code-60-Zone zu viel Zeit, um die angestrebten Klassensieg einzufahren.
Gesamtsieger wurden an diesem Tag Michael Luther/Markus Schmickler (Barsbüttel/Bad Neuenahr, BMW M4 GT4), die zum zweiten in dieser Saison auf dem Treppchen ganz oben standen. „Tolle Bedingungen, trotz der vielen Starter. Wir konnten frühzeitig anfangen, unseren Vorsprung auf die Konkurrenz zu halten.“ Platz zwei ging an David Vogt (Waldfeucht, Opel Astra TCR), der ebenfalls sehr zufrieden war. „Ein guter Tag. Wieder die Klasse gewonnen und konstant schnelle Runden gefahren.“ Die H3-Sieger Markert/Harbeck holten sich mit ihrer starken Vorstellung den letzten Rang auf dem Podium. „Wir sind froh über unser Abschneiden bei der Veranstaltung. Wieder ein Erfolg in der Klasse, wodurch wir in der Meisterschaft gut liegen. Platz 3 ist das beste RCN-Ergebnis, das wir bisher eingefahren haben.“
Denkbar knapp verpasste der viertplatzierte Rolf Weißenfels (Peterslahr, Peugeot 308 TCR) aus der Klasse RS2A das Podest. Bei seinem ersten Start in diesem Jahr fehlten ihm im Ziel lediglich vier Sekunden. Trotzdem war er sichtlich glücklich: „Beim Test lief der Peugeot noch perfekt. Doch in der Leistungsprüfung stimmte irgendetwas nicht. Das Auto war nur schwer auf der Strecke zu halten. Deshalb war der vierte Rang eine echte Überraschung.“ Eine Sekunde dahinter folgten Alexander Böhm/Jürgen Marzi (Drees/Trier, Porsche Cayman GT4 CS), die Sieger der Cup 3-Klasse. „Es hat heute Spaß gemacht, auch weil die Bedingungen auf der Strecke gut waren. Schade, wir hätten gern einen Podiumsplatz erreicht.“
Eric Petrich (Wawern, BMW M3) aus der Klasse H7 und Jan Andreas Ullrich/Bartholomew Horsten (Hamburg/Steinfeld, BMW 240i Racing), die die Cup3-Klasse gewannen, kamen zeitgleich auf die Plätze 6 und 7.
Gerrit Holthaus/Andreas Thull (Lüdenscheid/Hillesheim, Hyundai i30N), die zu Saisonbeginn einiges Pech hatten, gewannen zum zweiten Mal die große Klasse R2A und belegten Rang 8 im Gesamtklassement. „Für uns hat die Saison erst jetzt begonnen. Es lief gut und Platz 8 ist ein tolles Ergebnis.“ Auf Rang 9 landete Christian Weber (Herborn, Porsche Cayman), der in der Klasse R6 erfolgreich war. Den letzten Platz in den Top 10 belegten Axel Schwelgien/Andreas Schwelgien (beide Fürstenwalde, BMW M3): „Für uns war es ein optimales Resultat. Leider gab es nur wenige freie Runden, aber das Fahren war trotzdem großartig.“
Es gab an diesem Tag einen interessanten Gaststarter bei der RCN. Yannik Fübrich (Brackenheim), aktueller Tabellenführer in der NLS, unterstützte Dirk Maier (Albstadt) in seinem BMW M2 Competition. Obwohl er durch einen Kommunikationsfehler nicht in die Wertung kam, hatte Fübrich eine Menge Spaß. „Es war eine interessante Veranstaltung. Primär ging es darum, auszuprobieren, was das Auto kann. Ich war überrascht, wie gut der BMW M2 war. Darüber hinaus war die RCN eine tolle Erfahrung. Das Fahren gegen die Uhr war für mich als Fahrer eine echte Herausforderung. Die RCN ist für Einsteiger in den Motorsport die ideale Serie.“





RCN Light: Nikolas Rheisner neuer Tabellenführer
Bei den RCN Light wechselte erstmals die Tabellenführung in dieser Saison. Der bisherige Spitzenreiter Christopher Schwietzke (Nottuln, BMW 325i) hatte wie viele andere an diesem Tag aufgrund einer länge-ren Code-60-Zone Probleme mit den Bestätigungsrunden. Stellvertretend für andere sagte Andrea Heim (Gronau, Renault Clio): „Die lange Code-60-Phase hat die Entscheidung gebracht, ohne dass ich etwas dagegen hätte tun können.“ So übernahm der Tagesbeste Nikolas Rheisner (Wittlich, BMW M3) durch seinen Erfolg auch gleichzeitig die Führung im Light-Klassement.










































