Die siebte Veranstaltung der Rundstrecken-Challenge Nürburgring 2026 (RCN) fand auf der Streckenvariante Nürburgring-Nordschleife plus GP-Kurzanbindung statt. Bei der Leistungsprüfung „Preis der Erftquelle“ gingen über 150 Teams an den Start. RCN Serienmanager Willi Hillebrand: „Die vorletzte Veranstaltung hat wieder gepasst. Fast ideale Bedingungen in der Eifel und ein volles Starterfeld. Fast alle Meisterschaftsentscheidungen sind auf das Saisonfinale vertagt worden. Jetzt sollte es einen tollen Anschluss geben.“
Bei angenehmem Spätsommerwetter siegten erneut Michael Luther/Markus Schmickler (Barsbüttel/Bad Neuenahr, BMW M4 GT4), zum vierten Mal in diesem Jahr. „Keine besonderen Vorkommnisse. Der BMW funktioniert und die Fahrer haben keine Fehler gemacht, wir sind ohne Probleme durch den Verkehr gekommen.“ David Vogt (Waldfeucht, Opel Astra TCR) musste sich wieder einmal knapp geschlagen geben, war aber trotzdem höchst zufrieden. „Die Rundenzeiten haben gestimmt und die Platzierung war auch in Ordnung.“
Auf Platz 3 kam Andreas Schwarz (Obernburg, Seat Leon Cup Racer), der den zweiten Podiumsrang in dieser Saison einfuhr. „Immer, wenn ich ins Ziel gekommen bin, war das Ergebnis gut. Aber leider bin ich dieses Jahr schon dreimal ausgefallen.“



Rolf Weißenfeld (Peterslahr. Peugeot 308 TCR) freute sich über den vierten Platz: „Was will ich mehr. Mit meinem kleinen Team und dem Peugeot wieder unter den besten Zehn, das ist ein Topresultat.“ Rang 5 ging an Alexander Böhm/Jürgen Marzi, Meuspath/Trier, Porsche Cayman GT CS), die erneut die Porsche Cayman Cup-Klasse gewannen. „Wir sind gut durchgekommen. Die Verhältnisse waren gut. Das einzige Problem war, dass einige Fahrer nicht genau wussten, wie man sich bei Doppelgelb korrekt auf der Strecke verhält.“
Alain Dutronc (Schweiz, Porsche Cayman GT4 CS) freute sich wie immer über die gute Platzierung. „Platz 6 ist wieder ein Topresultat. Es hat wie üblich viel Spaß gemacht, aber es war auch ein wenig anstrengender als bei den anderen Veranstaltungen.“ Erich Petrich (Wawern, BMW M3) fuhr auf Rang 7. „Nach einiger Zeit ist es wieder meine erste volle Saison in der RCN. Und die verläuft recht gut, wie es die Ergebnisse zeigen. Klassensieg und ein weiterer Top10-Platz“
Marcel Manheller (Herresbach, Toyota Supra) trat erstmals in dieser Saison in der RCN an. Und zwar direkt erfolgreich. Sieg in der Klasse R2A und Platz 8 im Gesamtklassement. „Ich bin nur gefahren, weil unser belgisches Team aufgrund eines defekten Autos nicht starten konnte. Und wir wollten unsere Chancen in der Teamwertung aufrechterhalten.“
Eine neue Paarung gewann die BMW-Cup-Klasse. Lennard von Canal/Tim Neuser (Koblenz/Aachen, BMW M240i Racing) fuhren erstmals zusammen und schafften den Sprung auf Rang 9. „Wir haben uns erst vor kurzem gefunden und es scheint eine gute Paarung zu sein.“ Pascal Krichel (Geilenkirchen, BMW M3) schaffte das erste Mal in dieser Saison den Sprung in die Top10.
Die RCN-Tabellenführer Sven Markert/Lars Harbeck (beide Berlin, BMW 320i) kamen diesmal nicht in die Top10, siegten aber zum sechsten Mal in der Klasse H3. Dadurch behielten sie ihre Führung in der RCN-Meisterschaftstabelle und stehen vor dem Saisonfinale auf der Pole-Position bei der Titelvergabe 2026. „Zu Beginn hatten wir einige Probleme mit dem Auto. Dann haben wir durch eine Code-60-Phase in unserer ersten Bestätigungsrunde Zeit verloren. Anschließend lief es wieder optimal. Wir denken nur von Veranstaltung zu Veranstaltung. Wenn wir beim letzten Rennen erneut die Klasse gewinnen, schauen wir, ob es zur Meisterschaft gereicht hat.“ Den Titel im RCN Senioren-Cup hat Lars Harbeck aber bereits sicher.
Einzig Jens Schneider/Robin Reimer (Engelsbrand/Schömberg) kämpfen auch noch um den Titel. Beim siebten Lauf mussten sie jedoch einen Rückschlag hinnehmen. Das Team unterschritt die Mindeststandzeit beim Boxenstopp und bekam dadurch eine Zeitstrafe. Dadurch belegten Schneider/Reimer nur Rang 6 statt Platz 2 in der Klasse R4 und verringerten ihre Meisterschaftschancen sehr deutlich. „Das war ärgerlich und frustrierend. Aber solche Fehler geschehen manchmal im Sport. Damit müssen wir und das Team leben.“



Sascha Steinhart (Hilden, BMW 325i) gewann zum zweiten Mal in Folge die große Klasse R4, doch für ihn ist der Titel gänzlich außer Reichweite. „In der ersten Saisonhälfte habe ich einfach ein paar Punkte zu viel eingebüßt.“ Platz drei in der Meisterschaftstabelle belegt mit einigem Rückstand zurzeit Christian Koch (Wickede, BMW 325i) aus der Klasse H4.
Auch die Titelkämpfe in anderen Kategorien sind noch offen. Im RCN Gesamtsieger-Cup liefern sich Michael Luther/Markus Schmickler mit David Vogt einen harten Kampf und liegen punktgleich vor dem Finale an der Spitze.
In der RCN Ladies Trophy haben noch vier Damen eine reelleTitelchance. Lisa Ganser/Sophie Hoenjet (Würselen/Boos, Seat Leon Cupra) liegen vorn und besitzen dadurch die beste Ausgangssituation. Auch im RCN Junior-Cup gibt es noch mehrere Titelkandidaten. Favorit im Titelkampf ist der aktuell führende Elias Funke (Lippstadt, Renault Clio RS).
RCN Light: Maximilian Weissermel übernahm die Tabellenspitze
Maximilian Weissermel (Oberursel, Porsche Cayman) geht als Tabellenführer der RCN Light ins Finale. Nach seinem Klassensieg übernahm er die mit einem kleinen Vorsprung die Spitzenposition von Andrea Heim (Gronau, Renault Clio), die diesmal nur auf Rang 2 in ihrer Klasse ins Ziel kam. Heim: „Ein Gaststarter war leider ein wenig schneller, dadurch haben ich ein wenig an Boden verloren.“ Es ist ein spannendes Finale zu erwarten, denn die beiden erfahrenen Piloten dürften in dieser Saison den Titel bei den RCN Light unter sich ausmachen.

















