Die Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) startete traditionell das lange 24h-Rennwochenende auf dem Nürburgring. Bei widrigen und schwierigen Witterungsbedingungen starteten knapp 160 Teilnehmer zur Leistungsprüfung „Feste Nürburg“, die erstmals auf der Streckenvariante 24h-Rennens auf dem Nürburgring stattfand.
In der RCN-Tabelle gab es nach dem zweiten gewerteten RCN-Lauf keine Veränderung. Jens Schneider/Robin Reimer (Engels-brand/Schömberg, BMW 325i) holten den zweiten Saisonsieg in der Klasse R4, die erneut die größte in Starterfeld war, und verteidigten damit ihre Führung. „Ein weiterer Klassensieg und die Meisterschaftsführung, das waren unsere Ziele für diesen Lauf. Auch wenn die Bedingungen schwierig waren, hat es doch Spaß gemacht.“ Tabellenzweite blieben mit einem weiteren Sieg in der Klasse H3 Sven Markert/Lars Harbeck (beide Berlin, BMW 320i). „Der BMW hat gut funktioniert und die Fahrer haben keinen Fehler gemacht. Dazu haben wir auch den Gruppensieg geholt.“ Tabellendritte sind aktuell Christian Fra-sch/Frederik Laarmann (Wendlingen/Bottrop, BMW 325i), die zum zweiten Mal in der Klasse H4 siegreich waren.
RCN Rennleiter Hans-Werner Hilger: „Obwohl die Verhältnisse nicht einfach waren, hat die Veranstaltung reibungslos funktioniert. Die Teilnehmer waren diszipliniert und wir konnten den Zeitplan exakt einhalten.“




Die Leistungsprüfung startete am frühen Morgen. Zu diesem Zeitpunkt war es noch empfindlich kühl und die Strecke recht feucht. So ging das Feld mit Regenreifen auf die 14-Runden-Distanz. Zur Halbzeit wurde die Strecke immer trockener, sodass die Teilnehmer fast geschlossen bei den Tankstopps auf Slicks wechselten. Kompliziert wurden die Verhältnisse als kurze Zeit vor dem Ende noch einmal kurz Regen einsetzte und die Piste wieder rutschiger wurde.
Mario Fuchs (Grafschaft, Mitsubishi Lancer) kam mit den Bedingungen bestens zurecht. Er lag von Anfang an in Führung und hatte im Ziel einen großen Vorsprung. „Ich mag solche Verhältnisse genauso wie mein Auto. Wir sind ohne Fehler durchgekommen und haben gewonnen. Das hat Spaß gemacht.“ Auch der zweitplatzierte David Vogt (Waldfeucht, Opel Astra TCR) war sichtlich zufrieden. „Ich bin ohne größere Probleme durchgekommen. Mit dem Opel und Frontantrieb hatte ich bei diesen Bedingungen gegen Fuchs und den Allrad-Mitsubishi wirklich keine echte Chance. Aber Platz zwei war ein gutes Resultat.“ Rang 3 ging an Bastian Arend (Bitburg, Porsche 911), der in der Klasse R6 gewann und im Ziel glücklich war: „Es war nicht einfach, aber die Aufgabe war durchaus lösbar.“ Rudi Speich/Roland Waschkau (Roßbach/Untereisesheim, Audi S3), die Sieger der Klasse R2A, kamen auf Position 4 ins Ziel vor Lutz Obermann (Hamminkeln, Seat Leon Superracer), der in der Klasse RS2A vorne lag.
Auf Platz 6 überquerten die Sieger der Klasse H3 Sven Markert/Lars Harbeck die Ziellinie. „So weit vorn im Gesamtklassement anzukommen, hätten wir nicht erwartet. Umso erfreulicher ist es.“ Rang 7 belegte ein alter Bekannter. Christopher Gerhard (Viersen, Toyota Yaris GR) ist mit 30 RCN-Gesamtsiegen der Rekordgewinner in der Breitensportserie. „Ich bin zum ersten Mal mit dem Toyota Yaris gefahren. Ein gutes, kompaktes Auto, das in der Klasse R2A durchaus konkurrenzfähig ist. Allerdings ist noch weitere Entwicklungsarbeit notwendig.“
Stefan Gaukler (Münk) setzte sich mit einem BMW 325i in der Klasse RS4 durch und belegte so Platz 8 in der Gesamtwertung. Mit Rang 9 erzielte Eric Petrich (Wawern, BMW M3) einen weiteren Platz in den Top10 des Gesamtklassements und siegte in der Klasse H7. Die RCN-Tabellenführer Jens Schneider/Robin Reimer fuhren mit ihrem seriennahen BMW auf den 10 Gesamtrang und bewiesen an diesem Tag, dass bei typischem Eifelwetter Motorleistung durchaus nicht das Wichtigste sein muss.
RCN Light: Christopher Schwietzke neuer Tabellenführer
Da der bisherige Tabellenführer in der Kategorie RCN Light, Maximilian Weissermel (Oberursel, Porsche Cayman), diesmal ohne Punkte blieb, übernahm Christopher Schwietzke (Nottuln, BMW 325i) die Topposition bei den Light. Er fuhr in der Klasse 30 auf Rang 2 und holte wieder viele Meisterschaftspunkte. Die mehrfache Meisterin Andrea Heim (Gronau, Renault Clio) verbesserte sich mit einer soliden Leistung auf Tabellen-platz zwei. Tagesbester war diesmal Harald Maute (Offenburg, Honda S2000), der Gewinner der Klasse 29.


















