Von allen RCN-Veranstaltungen steht ein kurzes Video auf der Homepage www.r-c-n.de. In dieser Saison wird nach jeder Veranstaltung der Rundstrecken-Challenge Nürburgring jeweils ab dem darauf folgenden Freitagvormittag ein Video des zurück liegenden Laufs online gestellt.
RCN-Video von der 4. Veranstaltung
http://youtu.be/VYT6Fc499_g
Auf dem richtigen Weg – Klassensieg für Degener/Benninghofen
Für viele Teilnehmer der Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN) ist die Veranstaltung, die vor der gewaltigen Kulisse im Rahmen des 24h Rennens ausgetragen wird, jeweils der Höhepunkt des aktuellen Sportjahres. So auch für das Team Benninghofen – nachträglich aber auch noch aus einem anderen Grund.
Vor dem Start der 161 Fahrzeuge zum RCN Lauf „Feste Nürburgring“ wollte Christof Degener die Erwartungen nicht allzu hoch schrauben: „Wir fahren erstmals eine größere Rad-/Reifenkombination und da es sich um einen Test handelt, haben wir nur gebrauchte Yokohama-Reifen aufgezogen. Ganz ohne Ambitionen wollen wir lediglich unseren Spaß haben und sehen, wie sich das Auto nun verhält.“ Wer den Hattingener Architekten aber kennt, der weiß, dass er gerne tiefstapelt. Bereits in der ersten Sprintrunde war der weiße Honda mit der Startnummer 20 nur zwei Sekunden langsamer als der hoch favorisierte Opel Astra des Pink Power Taunus Racing Team. „Das Fahrverhalten mit den neuen Rädern war etwas anders als vorher und daher erst einmal gewöhnungsbedürftig“, erklärte Degener den Umstand später. Er stellte sich aber schnell auf die neue Situation ein, schöpfte das neu gewonnene Potential voll aus und beendete die nächste Sprintrunde bereits zeitgleich mit dem Favoriten. Im folgenden Umlauf konnte er dem Astra dann gleich sechs Sekunden abknöpfen und in der letzten Runde vor dem Fahrerwechsel beendeten sie wieder zeitgleich.

Somit übergab ein abgekämpfter aber glücklicher Christof Degener den Honda Civic als führendes Fahrzeug in der Klasse H4 an Andre Benninghofen. Der ließ sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen und nahm das Rennen nach einem kurzen Fahrzeugcheck wieder auf. Auch er musste sich erst an die Grenzen der neuen Räder herantasten, war aber schon in seiner dritten Sprintrunde wieder schneller als der Pink-Power-Astra. Die Rundenzeiten wurden jetzt insgesamt schneller als in der ersten Hälfte, da weniger Verkehr auf der Strecke war und auch weniger, durch Unfälle bedingte Gelbe Flaggen gezeigt werden mussten. Andre Benninghofen hielt sich aus allen Scharmützel heraus und beendete den vierten Lauf der RCN Saison mit 32 Punkten Vorsprung auf den Zweiplatzierten als Klassensieger. Für ihn und Christof Degener war dies, nach zwei dritten und einem vierten Platz, der erste Sieg in diesem Jahr. „Wir stehen jetzt genau da, wo wir hin wollten. In der Sommerpause nach dem nächsten RCN Lauf, werden wir noch einige kleinere Änderungen am Honda vornehmen und dann schauen wir weiter…“.
Der zweite vom Team Benninghofen betreute Wagen, der giftgrüne BMW M3 E46 von Jürgen Zude mit den Fahrern Hans Joachim Legermann (Berlin) und Marc Bröcker (Wuppertal) belegte in der Klasse RS6 den achten Platz.
Einen weiteren großen Auftritt genoss Andre Benninghofen beim folgenden ADAC 24h Rennen. „Frank Hess suchte Anfang der Saison noch einen Fahrer für seinen Golf 3 und da ein Start bei den 24h schon immer ein großer Traum von mir war, habe ich kurzerhand zugesagt.“ Auch hier machte er seine Sache gut, fuhr mit dem ausgereiften Golf Bestzeiten und beendete das Rennen, zusammen mit seinen Fahrerkollegen Freiburg, Durik und Jaussi, auf einem guten fünften Platz in der starken Klasse SP3. „Es hat mir unheimlich Spaß gemacht,“ erzählte er mit glänzenden Augen. „Die begeisterten Fans an der Strecke, die Lagerfeuer, die einmalige Atmosphäre – ich war mit einem Dauergrinsen unterwegs. Für die tolle Arbeit möchte ich beim gesamten Team von Hess Motorsport bedanken.“
Hinweis: Der Text ist eine Mitteilung des „Team Benninghofen”. Der Inhalt spiegelt nicht die Meinung der Veranstaltergemeinschaft Rundstrecken-Challenge Nürburgring e.V. wider.
Glücklicher Karch neuer RCN-Tabellenführer
Zweiter Saisonsieg für TAM-Racing und Christopher Gerhard.
Der Saisonhöhepunkt der Rundstrecken-Challenge Nürburgring 2014 fand traditionell wieder im Rahmen des ADAC 24h-Rennens statt. Bei guten äußeren Bedingungen endete die Veranstaltung „Feste Nürburg“ mit einem überlegenen Sieg von Christopher Gerhard (Viersen, Porsche 911 GT3 Cup). Noch glücklicher war Claudius Karch (Mannheim, Porsche Cayman S), der trotz einiger Probleme seine Klasse V6 gewann und damit die Führung in der RCN-Tabelle zur Saisonhalbzeit übernahm. RCN Sportleiter Karl-Heinz Breidbach zeigte sich am Ende des RCN-Laufs zufrieden: „Wir hat-ten wieder ein volles Starterfeld, es wurde spannender Motorsport geboten und beim Ablauf gab es keinerlei Probleme. Es war wieder einmal eine schöne, gelungene Veranstaltung.“
Der neue RCN-Tabellenführer Karch holte an diesem Tag trotz einiger Schwierigkeiten den vierten Klassensieg in dieser Saison. „Ich hatte heute sicherlich viel Glück. Ich bekam 70 Strafpunkte, weil ich durch einen Unfall auf meiner ersten Bestätigungsrunde zu langsam war. Darüber hinaus wurde ich noch in eine Kollision, bei der eine Felge Schaden nahm, verwickelt und hatte auch noch einen Ausrutscher im Pflanzgarten. Trotzdem hat es gereicht.“ Die bisher führenden in der RCN-Wertung, Matthias Unger/Christian Konnerth (Heusenstamm/Winnenden, BMW 325i) verpatzten ihre erste Bestätigungsrunde und fuhren letztlich ein Streichresultat ein. Auch andere Spitzenteams hatten nicht ihren besten Tag erwischt.

Stephan Reuter/Herbert Neumann (Erftstadt/Euskirchen) im BMW 318i compact mussten nach einem Lichtmaschinendefekt aufgeben. „Das ist ärgerlich, aber nicht zu ändern.“ Die Titelverteidiger Christian Scherer/Stefan Schmickler (beide Bad Neuenahr, BMW 318 iS) verloren durch einen Elektronikdefekt fast 15 Minuten auf der Strecke. Scherer: „Ich musste ein defektes Relais tauschen. Das hat fast eine Ewigkeit gedauert.“ So ist jetzt Marcus Löhnert (Düsseldorf, Audi TTS), der erneut in der Klasse RS3A vorn lag, der erste Verfolger. Patrick Wagner/Daniel Schellhaas (Ofterdingen/Mössingen, BMW M3), die die Klasse H6 bislang beherrschten, folgen auf Rang drei vor Sven Clemens/Jürgen Clemens (beide Ulm, Peugeot 207 RC) aus der Klasse RS2A.
Gesamtsieger Gerhard dominierte den vierten RCN-Lauf, nach dem der Hauptkonkurrent Andreas Weishaupt (Ulm) im Schirmer-BMW V8 GT in der Einführungsrunde auf einer nassen Stelle ausgerutscht war. Der Porsche-Pilot lag von Beginn an in Führung und kontrollierte das Geschehen. „Ich konnte konstant schnelle Runden drehen. Das Auto hat perfekt funktioniert und trotz des dichten Verkehrs hat es viel Spaß gemacht.“ Im Ziel hatte der Viersener gut zwei Minuten Vorsprung auf Löhnert, der ebenfalls eine fehlerfreie Fahrt hinlegte: „Schade, ich hatte heute keine freie Runde, um wirklich schnell zu sein. Aber mein Audi war wieder perfekt.“
Platz drei belegte das Vater-Sohn-Gespann Josef und Carsten Knechtges (Mayen, Porsche 997 GT3 Cup). Carsten Knechtges: „Wir hatten keine Probleme, es lief optimal. Wir sind zufrieden und glücklich.“ Als Vierter kam Lucien Gavris (Grasbrunn, BMW M3) ins Ziel, der damit seinen vierten Top-10-Platz einfuhr. Auf Rang fünf klassierte sich trotz seiner Probleme Karch.
Auf Platz sechs kamen Schellhaas/Wagner ins Ziel: „Wir sind zufrieden. Wir kommen in dieser Saison immer besser in Fahrt. Mal sehen, was noch möglich ist.“ RCN-Routinier Hans-Rolf Salzer (Alpenrod, BMW M3) fuhr diesmal auf Rang sieben: „Kein Problem und keine besonderen Vorkommnisse.“ Dahinter platzierte sich das Duo Scott Preacher//Steffen Retzlaff (Rotenburg/Bettenberg, Aston Martin).
Sascha Salzer/Tjark Schäfer (Alpenrod/Hachenburg, BMW M3) fuhren auf Rang neun und waren wieder in der Klasse RS5 erfolgreich. Den letzten Platz in den Top 10 belegten Stefan Göttling/Sascha Gies (Solingen/Wallenhorst, Honda Civic), die damit die Klasse RS3 gewannen.
Im RCN-Gesamtsieger-Cup hat nach dem vierten RCN-Lauf weiterhin Mathol-Pilot Karch den Spitzenplatz inne. Auf den Plätzen dahinter folgen Löhnert vor Gavris und Gerhard. Platz fünf belegen Wagner/Schellhaas.
Bei der vierten Veranstaltung lag Mathol Racing am Ende in der Teamwertung vorn. Es folgten Motorsport-Dreams & PB-Per4mance und Prosport Performance. Die Ta-belle in der RCN-Teamwertung 2014 führt nun wieder Mathol Racing vor der SFG Schönau, Motorsport-Dreams & PB-Per4mance und Prosport Performance an.
Tagesbester bei den RCN Light war diesmal Volker Geburek (Rommerskirchen, BMW 318 iS) vor Michael Daum (Merzig, VW Corrado) und Kevin Wolters (Ruppichteroth, VW Golf). In der Light-Tabelle führt Harald Ezaru (Pforzheim, BMW 318iS) vor Daum und Geburek. Vierte sind Daniel Havermans/Michael Schnatmeyer (Prümzurley/Hiddenhausen, VW Golf).
In der RCN Ladies-Trophy führt aktuell Lena Strycek (Dehrn, Opel Astra OPC) vor Jessica Schüngel (Schwelm, VW Polo). Im RCN Senioren-Cup heißt der Tabellenführer Dieter Weidenbrück (Wesseling, Porsche 991), auf Platz zwei liegt Volker Wawer (Karlsruhe, BMW M3).
dmsj-Youngster-Racing-Team 2015 / 4. Rennen RCN Nürburgring 19.06.14: Platz zwei für Niklas Meisenzahl
Besser hätte Niklas Meisenzahl aus Bordelum nicht debütieren können: Beim vierten Saisonlauf zur Rundstrecken-Challenge auf dem Nürburgring fuhr der dmsj-Youngster auf den zweiten Platz in seiner Klasse. „Das hat richtig Spaß gemacht, ich bin total begeistert“, sagte der 20jährige.
Mit Meisenzahl hat jetzt auch der vierte Pilot des dmsj-Youngster-Racing-Team 2015 seinen Einstand auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt gegeben. An seiner Seite saß wie gewohnt ein erfahrener Instruktor, dieses Mal Tobias Neuer aus Köln. Das Duo teilte sich das Cockpit im Opel Astra G OPC vom Team Automobile Theisen aus Lüdenscheid. In der ersten Hälfte der 15 Runden Distanz lenkte Neuser den Fronttriebler, Meisenzahl nahm auf dem Beifahrersitz Platz. Nach acht Runden wurden die Plätze getauscht.

„Die ersten Runden waren sehr anstrengend“, sagte Neuser. „Im Metzgesfeld und im Tiergarten gab es lange Gelbphasen, die störten den Rhythmus und ließen keine guten Rundenzeiten zu. Davon abgesehen, war ich mit dem Auto sehr zufrieden. Der Astra lag sehr gut auf der Straße, das Team Theisen hatte mal wieder erstklassige Arbeit geleistet.“
Meisenzahls beste Rundenzeiten war im zweiten Stint sogar eine Sekunde schneller als die Bestzeit von Neuser aus der ersten Hälfte. „Ich hatte mich schon im Vorfeld gefreut, genau diesen Lauf bestreiten zu dürfen“, sagte der 20jährige. „Die ganzen Zeltburgen und die vielen Fans sind schon beeindruckend, meine Erwartungen wurden übertroffen. Zudem hatte mir Tobi während seines Stints viele hilfreiche Tipps gegeben. So kam ich auf Anhieb sehr gut zurecht.“
Im Ziel nach 15 Runden Nordschleife (=312,48 Kilometern) wurde das Duo als Zweiter von sechs Startern bei den Produktionswagen bis 2000 ccm abgewinkt. Entsprechend zufrieden zeigte sich der dmsj-Leistungssportbeauftragte Christopher Bartz: „Niklas hat eine vorzügliche Leistung gezeigt, ich bin sehr zufrieden. Er hat genau das umgesetzt, was wir von ihm erwartet haben. Wir haben für das dmsj-Youngster-Racing-Team 2015 auf die richtigen Leute gesetzt.“
Hinweis: Der Text ist eine Mitteilung des „dmsj”. Der Inhalt spiegelt nicht die Meinung der Veranstaltergemeinschaft Rundstrecken-Challenge Nürburgring e.V. wider.
Christopher Gerhard siegte beim Saisonhöhepunkt
Rundstrecken-Challenge Nürburgring startete das 24h-Wochenende.
Der vierte Lauf der Rundstrecken-Challenge Nürburgring 2014 im Rahmen des 42. ADAC Zurich 24h-Rennens endete mit einem überlegenen Sieg von Christopher Gerhard (Viersen, Porsche 911 GT3 Cup). Der Viersener lag von Beginn an bei der Veranstaltung „Feste Nürburg“ in Führung und baute diese mit konstant schnellen Runden bis ins Ziel auf über zwei Minuten aus. „Ich habe mein Ziel erreicht und gewonnen. Das war der zweite Saisonsieg, also bin ich zufrieden. Allerdings herrschte auf der Strecke dichter Verkehr, aber ich habe mich aus allem herausgehalten.“ Marcus Löhnert (Düsseldorf, Audi TTS) belegte Rang zwei vor dem Vater-Sohn-Gespann Josef und Carsten Knechtges (Mayen, Porsche 997 GT3 Cup).

Claudius Karch (Mannheim, Porsche Cayman S) übernahm nach seinem vierten Sieg in der Klasse V6 die Tabellenführung von Matthias Unger/Christian Konnerth (Heu-senstamm/Winnenden, BMW 325i), die diesmal keinen Spitzenplatz in der Klasse V4 holen konnten. Karch: „Es war heute kein leichtes Rennen. Ich habe mir 70 Strafpunkte eingehandelt, weil ich durch Doppelgelb auf der Döttinger Höhe nicht schneller fahren durfte. Dann hatte ich noch eine Kollision mit einem Konkurrenten und einen Ausrutscher, die beide zum Glück glimpflich ausgingen. Deshalb bin ich auch nur auf Platz fünf in der Gesamtwertung gefahren.“
RCN Rennleiter Hans-Werner Hilger war auf jeden Fall zufrieden: „Wir haben die Veranstaltung ohne große Probleme durchführen können, was bei der großen Zahl der Starter durchaus nicht selbstverständlich ist. Das Wetter war auch in Ordnung, obwohl wir die Sonne nicht gesehen haben.“


















